Der polyphone Gesang aus dem Südkaukasus ist seit 2001 UNESCO Weltkulturerbe. Jeder der etwas in Weltmusik bewandert ist, weiß wie großartig die Folklore dieser Region ist. Heute abend gab es in Jena für alle Fans und Interessierte einen audiovisuellen Leckerbissen. Normalerweise eine „Männerdisziplin“ in dieser Region, singen Tutarchela ( Mondlicht ) traditionelle Lieder und Tänze aus Georgien. Lieder, die zum Teil in das Volkstümliche übernommen wurden, hat die Chorleiterin Tamar Buadze wieder zurück in die Polyphonie „geschrieben“ um so der Welt die mehrstimmige Gesangskunst der Region zu erhalten. Ihre Vielfalt reicht von den eher bordunartigen Gesängen im Osten über die nicht-temperierten Modi der Swanen und den jodelartigen Krimantschuli Gurias bis hin zu den vertrackten Polyphonien Westgeorgiens.


Und keineswegs sind das beschauliche, melancholische Konzerte; teilweise geht es richtig zur Sache. Mit tollen Tanzeinlagen und amüsanten Spottliedern (wenn man es nur verstehen würde ) war es ein sehr unterhaltsamer Abend. Estklassiger Chorgesang, aus einer Region die den Meisten unter uns immer noch eine große Unbekannte ist.


Ein Leckerbissen von dem man sich vielleicht bei diesen kleinen Ausschnitten ansatzweise ein Bild machen kann. Ebenfalls sind sie in dem Film „Wie die Luft zu Atmen“ von Ruth Olshan zu sehen. Hier noch eine kleine Slideshow auf YouTube. Weitere Bilder aus der Stadtkirche gibt es hier.

Weiterhin kann ich den Georgien-Blog von Ralph Hälbig empfehlen http://georgien.blogspot.com/. Der hinter den Kulissen für die Damen die Fäden zieht und das alles organisiert.



Hallo Frank,
so kleine Frauen mit solch wunderbaren kräftigen Stimmen…
Ich finde sie auch großartig.
Liebe Grüße…Marita